Sommersonnwende

Am 21 Juni begehen wir das Sonnenwendfest, auch Sonnenwende oder Mittsommer genannt. Es ist der längste Tag im Jahr und wird von uns gebührend gefeiert.

Man kann davon ausgehen, das die Menschen in Nordeuropa seit der Besiedlung das Phänomen der kürzer und länger werdenden Tage beobachteten. Spätestens in der Jungsteinzeit, als die Menschen mehr und mehr sesshaft wurden, begann man den Jahresverlauf genauer zu studieren. Bekanntestes Beispiel ist Stonehenge, das im Prinzip ein Observatorium darstellt (behaupte ich jetzt einfach mal).

Was und wie die Menschen feierten, ist heute nur noch schwer nachstellbar. Wir wissen von Kelten und Germanen, das sie diese Sonnenfeste feierten, aber nicht wie. Bei den Germanen zum Beispiel symbolisiert der 21 Juni den Tot des Lichtgottes Baldur, der durch eine Mistel tötlich getroffen in die Unterwelt fährt. Das Ende der Asen und Wanen ist nun beschlossene Sache und mündet im Raknarök, der Götterdämmerung am 21 Dezember.

Auch die Christenheit feiert seit dem 5 Jahrhundert mit dem Johannisfeuer, das Johannes dem Täufer geweiht wurde. Hintergrund ist wohl, das es nicht möglich war das heidnische Treiben zu unterbinden.

Wir feiern die Sonnenwende als ausgelassenes und freudiges Sommerfest. Es wird reichlich aufgetischt, Geschichten und Märchen erzählt. Der letzte Met von der Wintersonnenwende wird gereicht und ein großes Feuer entzündet. Zur fortgeschrittenen Stunde gibt es dann noch ein wenig auf die Ohren, mit Trommeln, Windhorn und allerlei Gerassel.


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