Julmet

Met hatte in fast allen alten Kulturen einen hohen Stellenwert. So galt sein Genuss heilend und sein Rausch besonders bei den Germanen als Kontaktmittel zu den Göttern. In der EDDA kann man eindrucksvoll über die Wirkung des Asentrunkes lesen. Interessant hierzu ist die Geschichte des Skaldenmets.

Auch in diesem Jahr werden wir wieder einen Julmet zubereiten. Wie man den macht und was man dazu braucht, könnt Ihr nun hier lesen.

Zubehör- und Zutatenliste:

  • Gährballon 20 Liter
  • Gährröhrchen und Stopfen
  • Reinzuchthefe (am besten Portweinhefe), Gartenmarkt oder auch Apotheke
  • 6kg Honig, am besten vom Imker (etwas teurer, aber gute Qualität)
  • wenn man Lust hat noch 500g intensiv Schmeckenden Waldhonig, nicht zuviel davon!
  • 3Liter Apfelsaft, wer Lust hat selber pressen, oder einen ohne Zusätze, alternativ Sauerkirsche, oder 50/50 gemischt
  • 6Liter Wasser
  • Gewürze, man kann Ingwer, Zimt, Nelken zugeben, aber Vorsichtig sonst schmeckt es vor!

Nun geht es schon los. Honig mit dem Wasser im großen Topf erhitzen. Es bildet sich über längere Zeit ein Schaum, den man unbedingt abschöpfen muss. Sobald es nur noch eine minimale Schaumentwicklung gibt, das ganze abkühlen lassen. In der Zeit schon mal ein paar Gewürze (wer will) und den Saft in den Ballon hineinschütten, das der sauber und klar ausgespült wurde, setze ich vorraus. Sobald man sich nicht mehr die Pfoten verbrennt das Honigwasser in den Ballon umfüllen.Ganz wichtig ist bevor man die Hefe hineinschüttet muss der Sud abgekühlt sein. Die Hefe darf keinen zu großen Temperaturänderung haben. Blindstopfen mit Röhrchen drauf und bei mindestens 15°C stehen lassen. Sobald die Gährung nicht mehr all zu wild ist (6Wochen) kosten und ggf. das ganze von der Hefe (setzt sich ab) abziehen. Je nach Lust noch leicht gährend umfüllen (gefährlich, weil u.U. die Flaschen kaputt gehen, hält sich aber länger, schmeckt sehr gut) oder ausgähren lassen (sehr hoher Alkohol gehalt, geht mehr in den Kopf, ggf. warm abfüllen).

Beim Rezept kann man durchaus experimentieren, was Mengen und Zuschläge angeht. Irgendwann hat man „seine Mischung“. Übrigens schmeckt das ganze als Mischgetränk in Bier sehr gut!

Wohl bekomms!

 

PS: Bilder stelle ich noch ein, wenn die Sauerrei fertig ist (-:


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