Sauerkraut für die Wintermonate

Wenn die Ernte eingefahren ist und es draußen zeitig dunkel wird, haben wir Zeit für andere Dinge. So z.B. machen wir wieder Sauerkraut. Im letzten Jahr haben wir mit diversen Gewürzen und weiteren Gemüsebeilagen experimentiert. Kam allerdings außer bei mir nicht so gut an. In diesem Jahr also wieder klassisch sauer.

Man benötigt nicht viel Ausrüstung. Ein Kuhltopf (10Liter sollten es sein), scharfes Messer oder Krauthobel (am besten einen aus Omas Zeiten, die neueren Modelle haben mich mehr gefrustet als begeistert), zum beschweren entweder die zum Topf gehörenden Steine, oder ein Teller, der z.B. durch ein Stein beschwert wird.

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Das Kraut wird gehobelt und lagenweise in den Topf gelegt. Mit einem Schnitzelklopfer oder besser noch einem Krautstampfer wird das Kraut eingestampft, bis es feucht wird. Salz dazu (10g/ kg Kraut, bei Meersalz  kann man ruhig das doppelte nehmen) und ab und an ein paar Wacholderbeeren und Lorbeerblätter. Nach und nach füllt sich der Topf und durch das salzen und einstampfen wird dem Kraut Flüssigkeit entzogen. Diese muss das Kraut am Ende bedecken, sonst funktioniert das ganze nicht. Falls die Flüssigkeit nicht reicht, eine Salzlösung mit 15-20g Salz/Liter ansetzen und damit auffüllen.

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Wir starten den Gährprozess durch einen ordentlichen Schuss Buttermilch. Die Milchsäurebakterien verwandeln alles in ein schmackhaftes Sauerkraut.  Wichtig ist den Rand des Kuhltopfes mit Wasser zu füllen, damit der Gährprozess ohne größere Störungen ablaufen kann. Die ersten Tage sollte das ganze nicht zu kühl stehen (am besten in der Küche lassen). Sobald es regelmäßig „blubbert“ (aufsteigendes CO2) kann man auch alles in den Keller verfrachten.

Ganz wichtig:  REGLEMÄßIG FEHLENDES WASSER NACHFÜLLEN und natürlich kosten

Wohl bekomms!


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